Bergsport >> Touren

Touren

Liebe Tourenleiter/innen,

dieses Dokument dient zur Information und zur Vorbereitung sowie als Vorlage für die Ausschreibung von Führungs- und Gemeinschaftstouren. Rechtlich besteht ein Unterschied zwischen den verschiedenen Touren (Quelle: https://www.alpenverein.de/bergsport/ausbildung/ausbildungsprogramm/rechtliches_aid_32404.html, abgerufen am 19.05.2019).

Bei Führungstouren (auch Ausbildungstouren)

  • ist der Tourenleiter als FÜL/Trainer für die geplante Bergsportart ausgebildet (z. B. Wanderleiter, Trainer C Bergsteigen, Trainer B Hochtouren) und besitzt eine gültige Lizenz/Jahresmarke
  • übernimmt der FÜL/Trainer die sicherheitsrelevante Verantwortung für die Geführten;
  • genießt der FÜL/Trainer das volle Vertrauen der Geführten (auch stillschweigend);
  • trifft der FÜL/Trainer die wesentlichen Entscheidungen, beispielsweise zur Routenwahl, zu den Sicherungsmaßnahmen oder zum Tourenabbruch.

Bei Gemeinschaftstouren

  • wären alle Teilnehmer in der Lage, die Tour selbstständig und eigenverantwortlich durchzuführen;
  • sollten die Teilnehmer sowie deren Fähigkeiten und Erfahrungen dem Tourenleiter bekannt sein;
  • werden alle Entscheidungen gemeinschaftlich getroffen;
  • fungiert der FÜL/Trainer als Organisator, er übernimmt jedoch keine sicherheitsrelevante Verantwortung für andere. Eine faktische Verantwortung - Stichwort „Garantenstellung“ - kann ihm nur dann vorgehalten werden, wenn er einen Unfall aufgrund seiner Ausbildung hätte voraussehen müssen.
  • Damit können Gemeinschaftstouren (auch wesentlich) über den Schwierigkeitsbereich hinausgehen, für den Fachübungsleiter/Trainer ausgebildet und lizenziert sind.
  • Es reicht nicht aus, eine Gemeinschaftstour als solche auszuschreiben. Entscheidend ist, was auf der Tour selbst „gelebt“ wird. In dem Moment, in dem beispielsweise ein FÜL/Trainer einen Teilnehmer, der den Anforderungen nicht gewachsen ist, ans Seil nimmt und sichert, und der Teilnehmer sein Vertrauen in den FÜL/Trainer setzt, wird daraus eine Führungssituation.

Weitere wichtige Hinweise:

  • Grundsätzlich hat der Sektionsvorstand die Verantwortung für das gesamte Touren- und Ausbildungspro-gramm der Sektion. Somit verantwortet er auch den Einsatz der Tourenleiter, insbesondere dann, wenn diese über den Bereich, für den sie ausgebildet sind, hinaus tätig werden. Aus diesem Grund sollte der Tourenleiter einer Gemeinschaftstour dem Sektionsvorstand persönlich bekannt sein, sodass seine Fähigkeiten und seine Erfahrung aufgrund der fehlenden Ausbildung richtig eingeschätzt werden können.
  • Der Kostenbeitrag je TN ist durch den Tourenleiter so zu ermitteln, dass alle Ausgaben des Tourenleiters (Übernachtung, Verpflegung, An- und Abreise) gedeckt sind. Eine Gewinnerzielung ist nicht vorgesehen.
  • Die Kommunikation mit den Teilnehmern erfolgt durch den Tourenleiter. Der Sektionsvorstand unter-stützt bei der Ausschreibung sowie der Abrechnung. Die Kostenerstattung erfolgt bei Vorlage von Bele-gen.
  • Der Tourenleiter repräsentiert den DAV und die Sektion und hat sich stets vorbildlich und verantwor-tungsvoll zu verhalten. Dies gilt insbesondere auch hinsichtlich der Beachtung des Naturschutzes.
  • Weitere Hinweise zur Vorbereitung und Durchführung von Touren sind den Ausbildungshandbüchern bzw. weiterführender Literatur zu entnehmen (Einsicht bzw. Ausleihe in der Sektionsbibliothek möglich).

Für die Ausschreibung einer Tour ist das nachfolgende Muster auszufüllen und dem Tourenreferenten rechtzeitig zuzusenden (per E-Mail an: tourenreferat@dav-leipzig.de). Die grau hinterlegten Felder sind anzupassen. Der Tourenreferent genehmigt die Ausschreibung in Abstimmung mit dem Sektionsvorstand und leitet die fertige Ausschreibung an das Referat Öffentlichkeitsarbeit zur Veröffentlichung in den Vereinsmedien weiter.

Leipzig, den 21.05.2019   Der Vorstand der Sektion Leipzig des DAV e.V.

 

Sektionswochenenden

Gemeinschaftstouren

Führungstouren

Musterausschreibung DAV-Tour

Diese Webseite verwendet Cookies. Details zum Datenschutz