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Anwandern/ Ankletteren 2010

Burg Hohnstein
Burg Hohnstein
Felsentor Uttewalder Grund
Felsentor Uttewalder Grund

1. Sektionswochenende 2010 (8. bis 11.April)

Vom Vorstand angeregt, an die erfolgreiche Tradition von den einige Jahre zurückliegenden Sektionswochenenden anzuknüpfen, wurde das Anklettern/Anwandern am zweiten Wochenende im April diesen Jahres organisatorisch gut vorbereitet. Es wurde rechtzeitig in unseren Sektionsmedien propagiert, die ‘Karl-Stein-Hütte‘ war für unsere Sportfreunde reserviert, die Betreuung der Kletterer war abgesichert ebenso wie die ausgeschriebene Wanderung.

Nur das Wetter spielte nicht richtig mit! Da es Freitagnacht bereits zu leichtem Niederschlag kam, war das Klettern (bei nassem Fels im Elbsandsteingebirge nicht gestattet) „gestorben“. Weil der Wetterbericht noch ungünstigeres Wetter mit Regen und Kälte prognostizierte, reisten auch –bis auf Catrin- keine weiteren Teilnehmer an und per Handy nahmen Lothar und ich mehrere Absagen entgegen. Das Gros der wenigen Anwesenden entschloß sich deshalb, am Sonnabend zu wandern. Hartmut schlug eine Tour durch denUttewalder Grund vor. Gesagt –getan. Danach gelangten wir über den ‘Bruno-Barthel-Weg‘, bis dahin trocken, auf die Höhe von Rathewalde und machten dort am Beginn des Grünbaches unsere Mittagsrast in einer gemütlichen Kantine. Am Amselfall besuchten wir die Nationalpark-Info mit interessanten Ausstellungsobjekten und Erläuterungen (unverständlicherweise ist sie aber -gegenüber früher- nur noch an den Wochenenden geöffnet). In Rathen erwischten uns aber dann paar tüchtige „Huschen“, bevor wir uns in die Geborgenheit und Wärme unserer Hütte retteten.

An der von mir angebotenen „Frühlingswanderung in’s Hohnsteiner Revier“ am Sonntag, den 11.04. nahmen mit einer Ausnahme alle teil. Das Wetter war feucht-kalt, immer mit wieder etwasNiederschlag durchsetzt, doch wir kamen gut voran. Von Rathen aus, am Amselsee vorbei, wanderten wir, immer leicht ansteigend, zum Hockstein. Die dortige Schutzhütte lud uns zu einer kleinen Rast ein, bevor wir die vielen Stufen ins Polenztal abstiegen, um gleich wieder am Schindergraben entlang nach Hohnstein hochzusteigen. Am Markt kehrten wir ein und stärkten uns für den Aufstieg auf den mit 392m höchsten Punkt der Tour, den Schanzberg. Dort hatte Napoleon im Jahr 1813 Geschütze postiert, um seine Truppenbewegungen zwischen Böhmen und Sachsen zu sichern. Die Brandaussicht war diesmal nicht verlockend, weil sowieso nur begrenzte Fernsicht herrschte. Also den Schulzengrund hinunter und vorbei an der Waltersdorfer Mühle, danach hoch zur Ziegenrückenstraße und sanft bergab bis Rathen. Insgesamt hatten sicherlich alle andere Erwartungen an eine „Frühlingswanderung“, doch wir haben noch das Bestmögliche ‘draus gemacht.

Hans Ehrlich